Heute möchte ich dich wieder an das wundervolle Jahreskräutersalz erinnern. Und dir zeigen, wie du dein eigenes, ganz indivuelles Jahreskräutersalz herstellen kannst.

Vorweg möchte ich aber erwähnen, dass dieses Salz so viel mehr ist, als „nur ein Kräuter-Salz“.
Das weiße Gold, wie Salz auch genannt wird, ist nicht nur in der Küche unabkömmlich, es ist viel mehr als nur ein Nahrungsmittel.

Für mich ist Salz ein Lebenselement und ganz tief mit der weiblichen Energie verbunden!

Tief verbunden mit Mutter Erde und dem Wasser, steht es für Erschaffung aber auch Zerstörung.
Salz ist Leben. Das Fruchtwasser im Mutterleib ist eine Salzwasserlösung. Es reinigt uns. Bringt uns Lebendigkeit. Und wir brauchen es um zu Über-Leben. Es reguliert unseren Wasserhaushalt im Körper. Ohne Salz gibt es kein Leben.

Aber Salz bringt auch den Tod. Würden wir zu viel davon einnehmen, tötet es uns. Auch auf Felder, auf denen Salz ausgestreut wird, wächst lange Zeit nichts. Es braucht eine Balance.

Salz ist Magie pur.

Das nachfolgende Rezept kannst du so abwandeln, wie es sich für dich gut anfühlt.

Wenn du magst, dann stell dir gerne 2 Gläser her. Ein Glas als Speisesalz, für die Verwendung in der Küche. Und ein zweites Glas für die Magie. Ein Ritual-Salz sozusagen. Dieses kannst du dann dort verwenden, wo es sich stimmig anfühlt. Für die körperliche Reinigung (Fußbad, Badewanne), für die feinstoffliche Reinigung (Raum ,..), für Ritualarbeit (Jahreskreisfeste, Lebensfeste, Dankes-Gabe für Mutter Erde, Naturrituale, ….).
Ich bin mir sicher, bereits jetzt hast du ein Gefühl dazu.

Und so stellst du nun dein (magisches) Jahreskräutersalz her:

* grobes Salz  (ich verwende dazu gerne unjodiertes Himalayasalz oder ein anderes unbehandeltes Natursalz)
* großes Einmachglas (Fassungsvolumen etwa  3-5 Liter)
* Wildkräuter

Am Besten startest du mit deinem Jahreskräutersalz im Februar oder März. Also jetzt ist der ideale Zeitpunkt dafür. Als erstes braucht der Boden deines Gefäßes eine Salzschicht von etwa 2 cm. Darauf kannst du nun die ersten Kräuter geben, die der Februar/März und Mutter Erde dir zur Verfügung stellen. Im Februar sind dies die Knospen, die wir verwenden dürfen. Behutsam darfst du einige Knospen „ernten“, zerkleinerst sie (mit einem Keramikmesser die Hälfte durchschneiden, oder mit den Fingern zerkleinern) und gibst diese auf deinen Salzboden. Darauf folgt wieder eine Salzschicht, sodass die Knospen gut bedeckt sind und man von oben nur das Salz sehen kann. Jetzt darf dein Salz 2-3 Wochen ruhen. Deckel nur leicht verschließen oder mit einem Blatt Küchenpapier und Gummiringerl abdecken.

Ende März geht es nun mit den ersten Frühlingskräutern, welche voller Tatendrang aus der Erde sprießen, weiter. Hier bieten sich zb. Gundermann, Gänseblümchen, Veilchen, Brennessel, uvm an. (Bärlauch kommt bei mir selten ins Jahreskräutersalz, weil mir der Waldknoblauch zu dominatn ist). Wieder zerkleinerst du deine Kräuter etwas und legst sie dankbar in dein Glas dazu. Darauf folgt nun wieder eine Salzschicht und lässt dein Salz wieder ruhen und sich verbinden.

Im April, Mai, Juni, Juli, August – machst du weiter wie eben beschrieben. Mit den Kräutern, die du bei dir sammeln kannst.

Ab September lasse ich mein Salz, das mittlerweile schon unbeschreiblich gut riecht, an einem dunklen aber warmen Ort „schlafen“ um es dann Anfang November finalisieren zu dürfen. Da kommt dann mein großer Holunderholzlöffel und freut sich, meine „Salzmagie“ vermischen zu dürfen.

Nun lege ich mein Salz auf Geschirrtücher oder Küchenrolle auf und lasse es an der Luft, noch einmal gut 48 Stunden, trocknen. Danach zerkleinern (am besten gelingt es mit einer Mühle) und portionsweise schön verpacken (das ideale Wichtel- ,Weihnachts- Geburtstagsgeschenk. Oder einfach ein schönes Mitbringsel um jemand eine Freude zu machen.)

Oder du lässt dein Salz grob – für Salzmühlen natürlich ideal.

Jedes Salz ist ein Unikat von dir und Mutter Erde. Es hat so viel Kraft und Energie. Es ist mit deiner Liebe und deinem Bewusstsein gefüllt. Für mich ist das befüllen jeder Schicht immer etwas ganz besonderes. Ich segne das Salz und dir Kräuter, baue meine Wünsche und meine Dankbarkeit mitein. Dies ist immer sehr indivudell und aus dem Herzen heraus. Das fängt schon beim Sammeln der Kräuter an. Aber das darfst du so gestalten, wie es für dich gut ist. Ich möchte dir hier nur Impulse geben.

Was mir noch ganz wichtig ist zum sammeln: Bitte verwende nur Kräuter, Knospen, Blüten wo du eine Verwechslung zu 100% ausschließen kannst und ernte bitte sehr behutsam und sorgfältig. Mutter Erde stellt uns wunderbare Mittel zur Verfügung – doch an uns liegt es, dieses Geschenk mit Liebe und Achtsamkeit anzunehmen. Achte bitte sehr genau auf den Bestand und lasse immer genug für die Tiere und Insekten über.

Hier noch ein paar  Kräuter-Tipps für die einzelnen Monate:
FEBRUAR & MÄRZ: Knospen von folgenden Bäumen u. Sträuchern… Apfel, Buche, Kirsche, Wallnuss, Brombeere, Himbeere, Weißdorn, etc.
MÄRZ & APRIL: Schafgarbe, Gänseblümchen, Gundermann, Löwenzahn, Hirtentäschel, Brennnessl,  …
MAI: Maiwipferl,
JULI & AUGUST: Sonnwendkräuter & Marienkräuter (Beifuß, Frauenmantel, Schafgarbe, Rotklee, Taubnessel, etc).  Auch Küchenkräuter kannst du gerne verwernden.

Viel Freude beim nachmachen und Zaubern.

Von Herzen,
Judith.

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