Der Löwenzahn wächst ja gerade an jeder Ecke. Früher habe ich mich sehr darüber geärgert, weil er sich so schnell vermehrt hat und ich mit dem Ausstechen gar nicht mehr hinterher kam. Irgendwann wurde ich einmal mit der Aussage: „Es wächst nur bei dir, was du brauchst“ konfrontiert und habe recherchiert was denn der Löwenzahn nun so gutes tut und kann. Jeder hat bestimmt schon mal gesehen, dass der Löwenzahn sogar aus dem kleinsten und engsten Betonriss herauskommt. Das heißt, der Löwenzahn besitzt schon mal sehr große Ausdauer und Stärke. Er lässt sich einfach nicht aufhalten 😉 Und das ist auch gut so!

Hier einige Beispiele wo der Löwenzahn positiven Einfluss haben kann:

  • Blutreinigend
  • Blutbildend
  • Frühjahrsmüdigkeit
  • Chronische Gelenkerkankungen
  • Rheuma
  • Gicht

Du willst mehr über den Löwenzahn erfahren? Für mich ist der Löwenzahn sehr wichtig und findet deswegen seinen Platz unter meine Top 10 Lieblings-Heilkräuter. Hier geht’s zum Herbarium: http://www.kraeuterkoerbchen.at/wildkraeuter/

Die Kinder und ich haben schon im März die ersten lebensfrohen Löwenzahnköpfe gesammelt und daraus ein Öl-Mazerat angesetzt. Dazu gibst du die frischen Löwenzahnköpfe (bitte reinige sie nach Bedarf) in ein leeres Glas und füllst es mit guten, hochwertigen Öl auf. Ich nehme immer Bio-Olivenöl welches ich direkt aus Griechenland geliefert bekomme (kba. = kontrolliert biologischer Anbau). Da wir in der Verwandtschaft Griechen haben, kann ich hier immer auf gute Qualität vertrauen. Das Glas bitte nicht zuschrauben, sondern vorerst mit einem Blatt Küchenrolle abdecken und auf dem Fensterbrett ziehen lassen. Bitte täglich kurz umrühren oder leicht schütteln damit kein Schimmel entstehen kann. Du kannst die Löwenzahnblüten auch vorher einige Stunden/Tage trocknen lassen und sie dann mit Öl übergießen – dann ist die Gefahr einer Schimmelbildung nicht gegeben. Ich lasse die Blüten und Stängel auch nach der „Zieh-Zeit“ noch weiter in den Gläser verweilen. Im Rot-Öl vom letzten Jahr schwimmen noch immer die Johanniskrautblüten am Boden. Nach dem abseihen müssten die Blüten entsorgt werden und zum wegschmeißen sind sie mir wirklich zu schade. Dann sollen sie lieber noch mehr Heilkraft ins Öl abgeben. Solange es geht.

So, nun aber zum Rezept welches ich heute Vormittag mit meiner Tochter gezaubert habe:

Du benötigst dafür:

  • 60 ml Löwenzahn-Öl
  • 40 ml Gänseblümchen-Öl
  • 2 EL Rotöl (Johanniskraut-Öl)
  • 15 g Bienenwachs
  • Einen feuerfesten Behälter zum schmelzen
  • 3 leere Cremetiegel (ca. 35 ml)
  • Evtl. ein Thermostat

Die Zubereitung ist wirklich kinderleicht:

  • Bienenwachs gemeinsam mit den Ölen im Wasserbad bei max. 40-50 Grad schmelzen bis sich alles aufgelöst hat. Danach in die gereinigten Tiegel abfüllen und mit dem verschließen warten, bis alles ausgekühlt ist.

 

Das enthaltene Gänseblümchen-Öl ist sehr Haut-Reparierend und das Rot-Öl hilft zusätzlich bei Gelenksbeschwerden und/oder Verbrennungen.

Du kannst natürlich auch eine reine Löwenzahnsalbe machen, hierfür nimmst du einfach 100 g reines Löwenzahnöl und 15 g Bienenwachs.

Nach Bedarf können natürlich auch ätherische Öle verarbeitet werden. Mir persönlich ist diese Salbe jedoch „pur“ lieber.

Viel Freude beim nachmachen!

Eure Judith.
Kräuterkörbchen.