Kennt ihr das, wenn ihr im Garten arbeitet und trotz Gartenhandschuhe schmutzige und klebrige Hände habt? Oft gehen die Flecken sehr schwer von der Haut ab. Vor allem Löwenzahn ist hier so ein ganz spezieller Kandidat – da kann man mit der Seife waschen und waschen und waschen ….

Eine Gärtnerseife ist die Lösung 😉 Sie entfernt den Schmutz von den Händen und schont die Haut vorm austrocknen.

Das Rezept:
250 g Sheabutter
250 g Kokosöl
200 g Olivenöl
150 g Rapsöl
50 g Rizinusöl
100 g Sonnenblumenöl
200 g kalter Tee (aus Pfefferminze und Kamille)
335 g destilliertes Wasser
133 g NAOH
30g Mohn
10 Tropfen ätherisches Öl Zitrone
10 Tropfen ätherisches Öl  Melisse

Sicherheitsmaßnahmen:
Dazu gehören:

  • Brille für die Augen
  • Dicke Gummihandschuhe (keine dünnen Einweg) die weiter rauf gehen
  • Langarm-Shirt und/oder Schürze
  • Ausreichende Belüftung (Fenster, Dunstabzug,…)
  • Alle Zutaten vorab abmessen und bereitstellen (dann braucht man beim rühren nicht hektisch werden)
  • Alles mit Zeitungspapier abdecken
  • Küchenrolle zur Hand haben

Zubereitung:

Alle Öle und Fette kurz im Topf erwärmen, bis diese flüssig sind. Herdplatte abdrehen – Topf beiseite stellen. Jetzt die Natronlauge herstellen. Die destillierte Wassermenge und den Tee stellst du in einem Plastikbecher bereit. In einem zweiten Becher wiegst du dir die genaue Menge (hier wirklich Grammgenau arbeiten!) NaOH ab. Handschuhe, Brille und Mundschutz hast du auf? Spätestens jetzt bitte unbedingt darauf achten! Nun rührst du die Natronkristalle ganz langsam, mit einem Plastikkochlöffel,  in die Wassermenge. ACHTUNG: Niemals das Wasser über die Lauge gießen, stets die Lauge langsam ins Wasser geben und auflösen!!
Die Lauge verfärbt sich etwas, bitte rühren bis diese wieder klar wird. Auf ausreichenden Luftzug achten und die Dämpfe, die hier entstehen, bitte nicht einatmen!
Die Lösung erwärmt sich sehr stark, du wirst es deutlich spüren, wenn du den Behälter berührst.
Hat die Laugenlösung wieder eine etwas klarere Farbe, dann mit dem Stabmixer in das Öl einrühren. Jetzt bildet sich sofort eine milchige Masse, welche unter stetigen rühren immer dicker wird. Hat es eine Puddingartige Konsistenz erreicht ist der Seifenleim „fertig“. Jetzt kannst du den Mohn und das ätherische Öl ergänzen. Kurz mit dem Stabmixer umrühren – nicht pürieren!

Jetzt kannst du die Masse in die vorbereitete Seifenform gießen und mit Frischhaltefolie abdecken. Zusätzlich noch mit einem alten Handtuch oder einer Decke einwickeln und für ca. 12-24 Stunden stehen lassen. Die Verseifung findet in dieser Zeit statt, das heißt, die Öle werden in Seife umgewandelt und durch die chemische Reaktion wird der Laugenanteil nach und nach geringer.
Danach aus der Form nehmen – ACHTUNG! – bitte auch hier noch die Handschuhe anziehen!
Die Seife in Stücke schneiden und wenn gewünscht mit Seifenstempel verzieren.
Die Seifenstücke in eine Schachtel / Box legen, zudecken und noch für ca. 8 Wochen an einem dunklen, kühlen und durchlüfteten Ort „schlafen legen“. In dieser Zeit werden die Seifenstücke fester und ergiebiger und der Reifevorgang ist abgeschlossen.

Hier geht’s zur Lavendelseife:

Lavendelseife selbst gemacht